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Schlechter Politikstil
Der DJV-Landesverband Sachsen-Anhalt vertritt im Vorstand der Landesmedienanstaltdie Interessen seiner Mitglieder. Für die Sitzung am 13. August stand ein Antrag von DGB, Landesfrauenbund und Landesnetzwerk Migrationsorganisationen auf der Tagesordnung, der die Abwahl des Vorsitzenden dieses Gremiums, Markus Kurze (CDU), forderte. Der Antrag erhielt keine Mehrheit.
Pressemitteilung vom 13.8.2025
Auf seiner jüngsten Sitzung hat sich der Vorstand der Medienanstalt Sachsen-Anhalt gegen eine Abwahl seines Vorsitzenden Markus Kurze ausgesprochen. Dafür wäre eine Zweidrittel-Mehrheit nötig, also 19 von 28 Stimmen. Für eine Abwahl stimmten aber nur 12 bei 14 Gegenstimmen.
In diesem Gremium hat auch der DJV-Landesverband Sachsen-Anhalt Sitz und Stimme. „Wir haben uns für eine Abwahl ausgesprochen und bedauern das Abstimmungsergebnis zutiefst“, kommentiert Landesvorsitzender Theo M. Lies die Entscheidung.
Die Vorwürfe gegen Markus Kurze wiegen schwer und sind offenbar noch nicht ausgeräumt. Demnach soll er sich bei einem Sommerfest seiner Partei (CDU) übergriffig gegenüber einer Fraktionsmitarbeiterin benommen haben.
In der Landtagsfraktion der CDU ist Kurze bereits als Parlamentarischer Geschäftsführer zurückgetreten. „Diese Konsequenz hätten wir auch für dieses Ehrenamt erwartet. Die Landesmedienanstalt ist keine Institution zweiter Klasse, sondern ein wichtiger Teil der föderal und staatsfern organsierten Medienaufsicht in Deutschland. Hier den Vorstandsvorsitz zu stellen, ist ein Ehrenamt. Dieses Ehrenamt ist nun beschädigt. Das Verharren in ihm zeugt von schlechtem Politikstil, ist weit entfernt von Transparenz, Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit, den Grundtugenden des Journalismus.“