Verbesserungen für Freie

Vergütungsregelungen

12. Jan. 2010 – Die zwischen dem DJV-Bundesverband, ver.di und den Verlegerverbänden vereinbarten Regeln füllen die nach dem Willen des Gesetzgebers im Urheberrechtsgesetz offen gelassene Lücke, was genau angemessene Honorare für hauptberuflich tätige Freie Journalisten sind.
Das bessere Honorar fällt freilich nicht vom Himmel. 
1. Zusammen geht´s einfacher: Schließen Sie sich mit anderen freien Journalisten an Ihrer Tageszeitung kurz!
Ermitteln Sie, wie die Honorarsituation bei anderen aussieht. Sprechen Sie Kollegen auf ein gemeinsames Treffen am Abend an, selbst organisiert oder mit Hilfe des DJV. Wenn Bedarf besteht, kann der DJV auch für die Freien an Ihrer Zeitung eine eigene Mailingliste einrichten. Es kann sogar Sinn machen, eine gemeinsame Vertretung der Freien an Ihrer Tageszeitung einzurichten – beispielsweise haben die Freien bei der “Badischen Zeitung” schon seit über zehn Jahren einen Freienrat, der die Interessen gegenüber der Geschäftsführung vertritt.
2. Melden Sie Ihre Ansprüche gemeinsam an!
Gemeinsam geht es einfacher: Wenn Sie Mitstreiter gefunden haben, sollten Sie die Redaktionsleitung um ein Gespräch bitten und dort die Vergütungsregelung ansprechen. Gerne informieren wir die freien Mitarbeiter Ihrer Zeitung auf einer Veranstaltung oder unterstützen Sie bei der Vorbereitung eines solchen Gesprächs. Auch den Kontakt zum Betriebsrat stellen wir gerne her, der hier hilfreich agieren kann.
3. Kontrollieren Sie Abrechnungen genau!
Wer Ansprüche hat, muss sich dennoch kontinuierlich darum kümmern! Wenn Beiträge mehrfach verwertet werden oder in Teilausgaben der Zeitung erscheinen, kann das für die Berechung der Zeilenhonorare eine wichtige Rolle spielen. Daher sollten Sie sowohl die Abrechnungen als auch die konkreten Verwendungen genau kontrollieren.
4. Halten Sie sich gegenseitig auf dem Laufenden!
Allein machen Sie Dich ein, gilt auch für freie Journalisten. Lassen Sie es nicht bei einer einzigen Veranstaltung bewenden, verlassen Sie sich auch nicht allein auf Mailinglisten und E-Mails! Versuchen Sie, den ständigen Kontakt zu anderen hauptberuflich tätigen freien Journalisten herzustellen, damit Sie mitbekommen, wenn andere Kollegen weniger bekommen als Sie, – oder wenn einzelne Kollegen „aussortiert“ werden sollen. In solchen Fällen hilft nur schnelle Reaktion und eventuell auch nur öffentliches Anprangern. Der DJV unterstützt Sie bei solchen Aktionen.
5. Appellieren Sie an die Solidarität der Redakteure und anderer freier Journalisten! Und zeigen Sie sie selbst auch anderen!
Berechtigte Ansprüche sind eine Angelegenheit aller Journalisten, sowohl der Redakteure in Ihrer Tageszeitung als auch aller freien Journalisten. Machen Sie auf Ihre Probleme aufmerksam1
Heutzutage muss überall für berechtigte Interessen gestritten werden – und Solidarität ist keine Einbahnstraße!
6. Notfalls helfen die Gerichte. Aber muss es so weit kommen ?
Fangen Sie bei der Umsetzung Ihrer Ideen doch oben an: Stufe 1, Stufe 2 und so weiter ...





Zur Vertiefung finden Sie hier die wichtigsten Fragen und vor allem die Antworten:
http://www.djv.de/Aktuelle-News.2905+M56c958ba9b5.0.html